Isabella Straub

Wer hier schlief

Roman
Cover: Wer hier schlief
Blumenbar Verlag, Berlin 2017
ISBN 9783351050429
Gebunden, 304 Seiten, 20,00 EUR

Klappentext

Philipp Kuhn schluckt Refluxtabletten und verkauft Sicherheitstüren. Er ist nicht unzufrieden, aber glücklich ist er auch nicht. Bis er überraschend die Chance bekommt auf das richtige Leben. Es heißt Myriam. Und Kuhn macht ernst, opfert alles. Die Frau, den Job, alle Sicherheiten. Doch es kommt anders. Myriam verschwindet im Gewühl der Stadt. Und je länger die Suche andauert, desto weiter scheint Kuhn sich zu entfernen, nicht nur von Myriam, auch von sich selbst. Wer hier schlief ist eine moderne Odyssee, bei der Kuhn alles aufs Spiel setzen muss: seine Liebe, seine Gesundheit, seine Existenz. Kuhn sucht Myriam in der ganzen Stadt. Am Pirandelloplatz, ihrem Treffpunkt, verpasst er sie nur knapp, dann wird sie von einer Demo verschluckt. An ihrem Arbeitsplatz im Hotel ist sie nicht zu finden. In ihrer Wohnung wohnt gar eine andere Frau. Während er versucht herauszubekommen, was mit ihr passiert ist, lebt er auf der Straße, übernachtet im Fitnessstudio. Sein Magen wird von Krämpfen geplagt, sein Geld geht zur Neige, die ganze Stadt ist ein Alptraum. Doch er entdeckt auch etwas Neues: ein Gespür für das Leben. Wer hier schlief erzählt davon, was man gewinnt, wenn man alles verliert.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.10.2017

Mehr als den "Charme eines morgendlichen Einkaufszentrums" kann Rezensentin Wiebke Porombka Isabella Straubs drittem Roman leider nicht attestieren. Das liegt vor allem an Protagonist Philipp, fährt die Kritikerin fort, die dem "lethargischen" Vierzigjährigen nach der Trennung von seiner Gattin auf dem desillusionierenden Weg zu seiner Geliebten Myriam und in den sozialen Abstieg folgt. Metaphorisch trägt Straub so dick auf, dass auch der letzte Leser begreift, dass sich der gutmütige Philipp in Myriam getäuscht hat, stöhnt die Rezensentin, die wenigstens auf etwas mehr Erzähltempo bestanden hätte.

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