Die Lobrede - wohl unterschieden von der Gerichtsrede und der politischen Rede - kennt eine sehr lange Geschichte und kanonisch gewordene Schriften zur Redekunst. Die Griechen entwickelten eine eigentliche "Rhetorik der Lobrede", die bei Platon begann und bei Aristoteles ihre höchste Ausbildung erhielt. Cicero, die Rhetoriker des Mittelalters, Erasmus von Rotterdam, Shakespeare in seinen Dramen oder die französischen Enzyklopädisten in ihren Elogen setzten die Tradition fort.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 04.06.2018
Johan Schloemann lernt beim Schweizer Publizisten Iso Camartin die Lobhudelei. Etwas betulich, doch sympathisch sind die im Band dokumentierten Reden des Autors auf Nike Wagner oder Adolf Muschg, meint Schloemann, der sich an Schlimmeres erinnert, etwa auf Hochzeiten. Dass die Lobrede eher langweilig, weil ohne Schärfe und Dringlichkeit ist, wie Schloemann immer dachte, kann ihm der Autor auch nicht hundertprozentig widerlegen, doch der schön ausgestattete Band und Camartins ermunternder Einleitungsessay kriegen den Rezensenten rum.
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