Aus dem Russischen übersetzt sowie mit Anmerkungen und einem Nachwort von Dorothea Trottenberg. Der sensible Jakov Aratov lernt bei einer Gesellschaft die junge Sängerin Klara Milic kennen, die sich kurz darauf das Leben nimmt. Aratov bleibt nichts als eine Fotografie von ihr, die bald eine magische und noch größere Faszination auf ihn ausübt, als es die lebende Klara je vermocht hatte, und er verfällt dem Bildnis. Auch "Das Lied der triumphierenden Liebe" erzählt von der magischen Macht der Liebe. Die schöne Valeria erliegt in einer traumartigen Trance der orientalischen Verführungskunst des Musikers Mucio. Als Valerias Mann Fabio das Geheimnis entdeckt, kommt es zur Tragödie.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 19.09.2006
Der Meister des Realismus erzähle in diesen späten Novellen gewissermaßen im romantischen Stil, staunt Rezensent Jörg Plath. Geister und Magie spielten in beiden Liebesgeschichten eine große Rolle, wobei der Reiz für den Leser insbesondere in dem souveränen und nüchternen Arrangement des Erzählers liege. Der Rezensent versteht die Novellen, in denen Tote durch Hypnose wiederauferstehen, als Versuche des späten Iwan Turgenjew, dem Tod wenigstens literarisch beizukommen. Die Sprachlosigkeit der Figuren in entscheidenden Momenten wirke geradezu modern. So gekonnt "stilsicher" wie sie geschrieben seien, habe Dorothea Trottenberg die Novellen auch neu ins Deutsch übertragen. Auf den Leser, preist der Rezensent, warteten spannende Geistergeschichten von der Liebe.
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