Aus dem Englischen von Antje Kaiser. Dörlemann. Alles beginnt mit einem gemütlichen Abendessen in den ehrwürdigen Hallen eines Oxforder College. Die Professoren genießen das angeregte Gespräch mit ihrem Gast Ernest Brendel, einem Anwalt und Amateurdetektiv aus Wien. Doch dann wird einer ihrer Kollegen im Büro des Dekans erschossen aufgefunden. Als Inspector Cotter von Scotland Yard nicht so recht vorankommt mit den Ermittlungen, schalten sich Brendel und sein zunächst unwilliger Gastgeber, der sechzigjährige Dozent Francis Wheatley Winn, ein. Schon bald offenbart sich den beiden ein Netz aus Intrigen und geheimen Ambitionen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 29.12.2025
Für Rezensentin Sylvia Staude legt J. C. Masterman, der in Oxford studierte und während des Ersten Weltkriegs für den MI5 arbeitete, mit seinem Roman von 1933 einen Klassiker vor. Der auf dem Oxforder Campus spielende Whodunnit dreht sich um eine Handvoll Professoren bei einem Dinner, die sämtlich als Mörder an einem Kollegen in Frage kommen. Ein Gast aus Wien mimt dazu den Sherlock, meint Staude, die von Mastermans elegantem Stil sogleich gefangen ist. Den oldfashioned Krimi kann sie sich gut als Film vorstellen.
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