Aus dem Englischen von Christoph Trunk. Es steht nicht zum Besten mit unserer Medizin. Verfehlte Gesundheitsreformen, explodierende Kosten und modernste Medikamente fordern scheinbar ihren Tribut. Jacky Law blickt hinter die Kulissen der Pharmaindustrie, einer der lukrativsten Wirtschaftsbereiche überhaupt. Anhand einer Fülle von Fakten und Details beschreibt sie, wie Pfizer, Merck, Sanofi-Aventis, Sandoz, Bayer&Co. Gesundheitspolitik machen. Wie objektiv ist öffentlich geförderte pharmazeutische Forschung, was gilt als gesund, was als krank? Wie werden Krankheiten konstruiert, um den Bedarf an neuen Medikamenten zu erzeugen? Inwieweit werden staatliche Kontrollgremien unter Druck gesetzt, schädliche Nebenwirkungen von Medikamenten vertuscht oder Ärzte mit aggressiven Werbekampagnen zur Änderung ihrer Verschreibungsgewohnheiten gedrängt? Die Autorin zeigt, wie die hier noch immensen Renditen und nicht medizinische Notwendigkeiten das internationale Geschäft mit der Krankheit bestimmen. Doch sie beschreibt auch die Zukunftsvision eines anderen Gesundheitssystems, in dem Patienten das bekommen, was sie tatsächlich brauchen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.09.2007
Das Buch hat die Rezensentin ordentlich aufgerüttelt. Melanie Mühl staunt nur über die merkwürdige Symbiose von Patient und Pharmaindustrie, die Jacky Law ihr in diesem Buch auf "faszinierende" Weise auseinandersetzt. Dass Law dabei auf ihre Kompetenz und auf gesicherte Daten und nicht auf Enthüllung und Sensationen setzt, rechnet Mühl der Wissenschaftsjournalistin hoch an. Schockierend findet sie das Ergebnis auch so. Die soziologischen und psychologischen Komponenten im hier dargestellten "Vexierspiel von Krankheit und Heilung" und die Einblicke in die "Schaltzentralen der Pharmazie" erscheinen ihr höchst beunruhigend.
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