Niedergeschlagen, antriebslos, ohne Motivation - Menschen mit diesen Symptomen werden immer öfter mit Antidepressiva behandelt. In vielen Fällen können die Medikamente die Erwartungen nicht erfüllen. Dieses Buch deckt auf, wie wenig gesichertes Wissen es über ihre Wirksamkeit gibt, wie gravierend die Nebenwirkungen sein können und wie schwierig das Absetzen ist.Bundesweit leiden etwa vier Millionen Menschen unter therapiebedürftigen Depressionen. Die Behandlung erfolgt meist über die Einnahme von Antidepressiva. Aktuelle Erhebungen zeigen, dass Antidepressiva die Besserungsrate bei Patienten nicht erhöhen, die Krankheitsdauer nicht verkürzen und die Wahrscheinlichkeit eines Rückfalls nicht senken.Außerdem können sie starke Nebenwirkungen hervorrufen und Suizidabsichten sogar verstärken. Die Autoren stellen die Behandlung mit Antidepressiva infrage und zeigen bewährte Alternativen zur medikamentösen Therapie auf. Sie geben Ratschläge, worauf Betroffene und Angehörige unbedingt achten sollten.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.02.2017
Ulrich Leutgeb, selbst Psychiater, der Depressionspatienten behandelt, kritisiert das Buch des Heilpraktiker-Ehepaars Sabine und Peter Ansari für seinen bagatellisierenden Umgang mit dem Leiden unter Depression. Religion, Kräuter und Massagen, wie von den Autoren empfohlen, mögen hilfreich sein, meint der Rezensent, lindern aber kaum das Leiden unter einer akuten Depression. Dass Antidepressiva abhängig machen, wie es die Autoren in ihrem Buch behaupten, scheint Leutgeb fragwürdig. Wenn die Autoren über bei ihren Patienen beobachtete Entzugserscheinungen sprechen, erklärt Leutgeb, dann meinen sie eigentlich einen Rückfall. Lesenswert findet der Rezensent indes die Kritik der Autoren an den Verschreibungs- sowie den Zulassungs- und Vermarktungsgepflogenheiten von SSRI-Antidepressiva.
Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…