Aus dem Französischen und herausgegeben von Hans-Dieter Gondek. Die neue deutsche Übersetzung der Ècrits folgt der mittlerweile verbindlichen, zweibändigen französischen Ausgabe bei Éditions du Seuil ('Nouvelle édition').
Nach nunmehr fünfzig Jahren sind Lacans Schriften von dem Lacan-Experten Hans-Dieter Gondek erstmals vollständig ins Deutsche übersetzt worden, freut sich Rezensent Tim Caspar Boehme. Zwar sind hierzulande zwischen 1973 und 1980 bereits einzelne Teile der Schriften unvollständig, dafür durch andere Texte ergänzt auf Deutsch erschienen, informiert der Kritiker. Erst in dieser Ausgabe entdeckt Boehme allerdings viele der Texte aus dem Jahr 1966, darunter Lacans Vorwort "Eröffnung dieser Sammlung". Einmal mehr ist der Rezensent fasziniert von den "wortspielerischen Neologismen" und stilistischen Kapriolen des französischen Philosophen, der sich zeitlebens bemühte, die syntaktischen Prinzipien der Verkettung des Unbewussten zu benennen. Die Lacan'sche Undurchdringlichkeit kann zwar auch Gombek nicht verhindern, einige Formulierungen erscheinen dem Kritiker in dieser Übersetzung allerdings "klarer".
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