Aus dem Französischen von Martin Budde. Eigentlich sollte der dritte Band die vorliegende Adaption des Romans von Jean Vautrin abschliessen. Aber der Umfang und die Grausamkeit der damaligen Ereignisse und die Wut und die Empörung darüber haben Tardi förmlich dazu gezwungen, in einem weiteren Band die Verbrechen der letzten Woche der Kommune abzuhandeln. Hier erfahren Sie, was Tardi und Vautrin von der Bande der Reaktionäre von Versailles halten, von Thiers und seinen Schergen, besessen von der Vorstellung, die Revolutionäre und den Internationalismus auszulöschen. Aber trotz allem ist die Kommune nicht tot, denn der Kampf für eine gerechtere Gesellschaftsordnung wird nie aufhören.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 22.03.2006
Der vierte und abschließende Band dieses vierbändigen Comics zur Geschichte der Pariser Kommune nötigt Rezensent Christoph Haas gehörigen Respekt ab, auch wenn er die Verbindung von historischen verbürgten Revolutionären und fiktiven Figuren nicht immer ganz gelungen findet. Doch es sind die Zeichnung von Jacques Tati, die ihn über manche erzählerische Schwäche hinwegsehen lassen: eindrucksvolle Schreckensszenen, die sich als tableuartige Kompositionen zum Teil über eine Seite erstrecken. Und bei allem Pathos zeige "Das Vermächtnis der Ruinen" vor allem eins, betont Haas: "Mit welcher Energie sich Menschen einander die Hölle bereiten können".
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