Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.06.2010
Das Bild des "unsichtbaren" polnischen Einwanderers in Deutschland ist für Stefan Dietrich spätestens seit dieser perspektivenreichen Lektüre obsolet. Die in diesem Jahrbuch versammelten Reportagen, Analysen und Kurzgeschichten zeigen dem Rezensenten, dass Heterogenität der passendere Begriff ist, um die polnischen Gemeinden in Deutschland angemessen zu beschreiben. Dietrich folgt den Autoren zunächst historisch von den frühen Einwanderungswellen aus Preußen bis zu den Wanderungsbewegungen der letzten 30 Jahre, um dann die ganze Vielfalt der polnischen Migranten, vom Berliner Bohemien bis zum Unternehmer, kennenzulernen. Zu wenig erfährt der Rezensent über den Dachverband "Konvent der Polen in Deutschland". Umso dankbarer zeigt er sich über Rainer Mendes mit Kostproben garnierten Blick auf die polnischsprachige Literatur bei uns, den er den Verlagen ans Herz legt.
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