James Chin

Der Aids-Mythos

Medizinische Fakten versus politische Korrektheit
Cover: Der Aids-Mythos
Ares Verlag, Graz 2009
ISBN 9783902475503
Gebunden, 320 Seiten, 29,90 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Cathrine Hornung. James Chin war langjähriger Chef des Global Programme on AIDS (GPA) der WHO in Genf. In dieser Studie analysiert er die derzeitige Situation auf epidemiologischer Basis und kommt zum Schluss, daß die Geschichte der Aids-Pandemie durch gut organisierte Lobbyisten bewusst verzerrt dargestellt wird, um so riesige Geldmittel zu lukrieren, die für die Bekämpfung anderer Krankheiten, unter denen insbesondere die Entwicklungsländer leiden, weit wirksamer eingesetzt werden könnten. In Europa und Nordamerika bleibt AIDS im wesentlichen auf die Hochrisikogruppen beschränkt, von einer Gefahr für die breite Bevölkerung kann keine Rede sein, und auch bezüglich der ärmeren Länder ist die Politik der WHO verfehlt, hat doch Uganda mit seinem eigenständigen Weg gezeigt, wie die AIDS-Infektionsrate drastisch gesenkt werden kann.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.03.2010

Erhellend scheint Rezensentin Manuela Lenzen dieses Buch über Mythen und Fakten um die Immunschwächekrankheit Aids, das der Epidemiologe James Chin vorgelegt hat. Der Autor - bis 1992 leitender Epidemiologe beim Globalen Aids-Programm der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und heute Professor für klinische Epidemiologie an der Universität Berkeley - beschreibt in ihren Augen "fundiert und verständlich" eine Reihe von Aids-Mythen und stellt ihnen die medizinischen Fakten gegenüber. Sie nennt in diesem Zusammenhang u.a. Chins Kritik an unzuverlässigen Daten, falsch angewandten Modellen, zu hohen Infektionszahlen, Verschwendung von Geldern und an Präventionsmaßnahmen, die sich an die Falschen richten. Dabei hebt sie hervor, dass der Autor niemandem böse Absichten unterstellt und sogar Verständnis für die Dramatisierungen der Lage seitens diverser Aids-Organisationen hat. Auf der anderen Seite gebe Chin auch keine Entwarnung. Wichtig findet die Rezensentin insbesondere Chins Kritik, dass Mittel an die falschen Adressaten verschwendet würden.
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