Jenna Bush beschreibt weit mehr als ein Einzelschicksal. Ana steht für Millionen von Kindern und Jugendlichen in Not. Die junge Frau gibt dem Elend ein Gesicht: Laut Unicef leben weltweit 2,1 Millionen Kinder mit HIV/AIDS. Millionen mehr leiden an Misshandlungen, Missbrauch, Armut und Vernachlässigung. Und nicht nur irgendwo, weit weg von uns, sondern direkt vor unserer Haustür.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 09.03.2009
Eine ideale Schullektüre erkennt Antje Weber in diesem Schicksalsbuch. Erzählt wird die Geschichte der sechzehnjährigen Ana, und es ist, so erfahren wir, eine Elendsgeschichte. Bei der Geburt infiziert mit dem HI-Virus, verliert das Mädchen aus Lateinamerika (die Rezensentin bedauert, dass das Land nicht explizit genannt wird) ihre Eltern an die tödliche Krankheit, wächst bei gewalttätigen Verwandten auf, wird missbraucht, landet in einer Besserungsanstalt, erwartet im Teenageralter ein Kind. Es ist eine Thematik, die erzählt werden muss, befindet Weber. Und dass als Autorin des Buches Jenna Bush auftritt, die Tochter des ehemaligen US-Präsidenten, darf Mittel zum Zweck sein, meint die Rezensentin, da der Zweck ein guter ist. Verwundert zeigt sie sich nur darüber, dass es die junge Amerikanerin ist, die ihr von vielen Fotos im Buch entgegenblickt. Klar und dialogreich geschrieben findet die Rezensentin dieses aber dennoch, bedankt sich bei Ghostwriter und Lektor und wünscht dem Buch viele junge Leser.
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