Mark Honigsbaum

Das Jahrhundert der Pandemien

Eine Geschichte der Ansteckung von der Spanischen Grippe bis Covid-19
Cover: Das Jahrhundert der Pandemien
Piper Verlag, München 2021
ISBN 9783492070836
Gebunden, 480 Seiten, 24,00 EUR

Klappentext

Die vergangenen einhundert Jahre waren geprägt von teils verheerenden Krankheiten: der Spanischen Grippe, ein tragisches Erbe des Ersten Weltkriegs, gefolgt von einer Lungenpest, die in L.A. wütete, und der Papageienkrankheit, die in Argentinien ihren Ursprung nahm. Hinzu kamen AIDS, SARS, Ebola, Zika und schließlich: Covid-19.Dieses Buch erzählt ihre Geschichten: Wir begegnen engagierten Krankheitsdetektiven, trägen Verwaltungsapparaten und begabten Forscherinnen. Am Ende entsteht so ein großes Panorama - es zeigt die Grenzen der Wissenschaft und die Zukunft der Menschheit.

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk, 02.03.2021

Rezensentin Christina Janssen erkennt, dass die Globalisierung eine Ursache für Pandemien ist. Mark Honigsbaums Buch liest sie atemlos, so spannend beschreibt der Autor Faktoren (wie Megastädte oder Prostitution), die die Ausbreitung von Erregern begünstigen, von 1918 bis heute. Spanische Grippe, AIDS, Ebola und Covid-19 behandelt der Autor laut Rezensentin, besucht tollkühne Forscher in ihren Laboren, beschreibt Tierversuche (Vorsicht: nichts für Zartbesaitete, warnt sie) und legt so anschauliche Medizingeschichte als Krimi vor. Der Mix aus Reportage, Doku und Wissenschaft gelingt, findet Janssen.

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk Kultur, 03.02.2021

Rezensent Michael Lange gefällt die historische Perspektive auf das Phänomen der Pandemien in Mark Honigsbaums Buch. Dass der Autor tief eintaucht in die Archive und in Zeitzeugenberichte, etwa zur Spanischen Grippe, und Covid nur ein knappes Kapitel widmet, scheint ihn zu erleichtern. Statt News bietet Honigsbaum fundierte, anschaulich präsentierte Informationen und Einzelschicksale, erklärt Lange. Dabei werden Parallelen sichtbar, aber auch Unterschiede, so der Rezensent. Dass Europa und Afrika nur am Rand vorkommen und der Autor die USA und England ins Zentrum seiner Darstellung stellt, scheint Lange zu bedauern.