Am 24. Marz 1980 brach Oscar Romero (1917-1980), der Erzbischof von San Salvador, wahrend der Eucharistiefeier blutend zusammen. Die Schusse seines Morders brachten den Mann zum Verstummen, der die ganze Welt auf das Massaker am Volk El Salvadors aufmerksam gemacht hatte. James Brockmans Buch gilt als die Biografie schlechthin. Sie schildert das dramatische Leben des anfangs eher konservativen Kirchenmannes, der zum kompromisslosen Verteidiger der Armen wurde. Vom lateinamerikanischen Volk langst als ein Heiliger verehrt, wurde Bischof Romero nun von Papst Franziskus auch offiziell seliggesprochen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.08.2015
Rezensent Bernhard Lang begrüßt die Neuauflage der bereits im Jahre 1990 von James R. Brockman vorgelegten Biografie über Oscar Romero. Mit großem Interesse liest der Kritiker hier noch einmal Leben und Werk des kürzlich selig gesprochenen katholischen Erzbischofs von San Salvador nach, erfährt bei Brockman zudem, dass Romero zwar nicht mehr als Marxist gelte, aber durchaus auch nicht entpolitisiert betrachtet werden könne, und lobt das Talent des Autors, das Wirken des Bischofs in San Salvador dem Leser eindringlich vor Augen zu führen. Allerdings hätte sich Lang einige Informationen über das Land und seine Geschichte gewünscht.
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