Aus dem Norwegischen von Alexander Riha. Alf I. Veber entschließt sich, das neue Jahrtausend abgeschieden in den Bergen zu begrüßen. Ein Nullpunkt, und ein Höhepunkt: Als er nur knapp einen Schneesturm überlebt, will er sein Leben neu ausrichten. Er reist nach London, um seine große Liebe wiederzufinden, muss aber erkennen, dass seine Hoffnungen falsch waren. Er kehrt der Zivilisation den Rücken und taucht in den urbanen Dschungel ein, getrieben vom Wunsch, das große Muster im Chaos aufzudecken, er beginnt durch die Abenteuer seiner Vergangenheit zu verstehen, warum er an diesem Ort und zu dieser Zeit angekommen ist. Hier in Europa: einem kulturellen Schmelztiegel. Auf Europa: einem von vielen Jupitermonden. Im Untergrund findet er eine neue Liebe - doch um die Queen of Jupiter zu erobern, muss er selbst ein König ohne Land werden.
"Der König von Europa" ist ein Kompendium der postmodernen Zeit, ein Roman über verbrannte Brücken und neue Möglichkeiten. Über die entscheidenden Begegnungen, die einen immer weiterführen - die fesselnde Geschichte, der andere Mensch oder die unvergessliche Reise. Jan Kjærstad beschreibt eine Hauptfigur, die verzweifelt versucht, die Prozesse zu beeinflussen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.01.2017
Dem Rezensenten Matthias Hannemann hätten 500 Seiten gereicht. Jan Kjærstads 700-Seiten-Ziegel aus dem Jahr 2005 macht ihm viel Mühe mit seiner spröden Übersetzung, seinen wenig subtilen und sich wiederholenden Assoziationen und Botschaften aus der IT-Ära und einem heillosen Neben- und Übereinander von Handlung und Gedanken. Dabei findet Hannemann die Entwicklungsgeschichte um einen IT-Unternehmer auf wahnwitziger Mission eigentlich sehr originell und gewürzt mit schönem Spott gegen norwegische Verhältnisse und märchenhaften Passagen.
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