Aus dem Englischen von Jürgen Neubauer. Welche Konsequenzen wird es haben, wenn in Zukunft die überwiegende Mehrheit der Weltbevölkerung online ist? Wenn Informationstechnologien so allgegenwärtig sind wie Elektrizität? Was bedeutet das für die Politik, die Wirtschaft - und für uns selbst? Diese Fragen beantwortet ein außergewöhnliches Autorenduo: Eric Schmidt, der Mann, der Google zu einem Weltunternehmen gemacht hat, und Jared Cohen, ehemaliger Berater von Hillary Clinton und Condoleeza Rice und jetzt Chef von Googles Denkfabrik. In diesem Buch führen sie uns die Chancen und Gefahren jener eng vernetzten Welt vor Augen, die die meisten von uns noch erleben werden. Es ist die sehr konkrete Vision einer Zukunft, die bereits begonnen hat. Und ein engagiertes Plädoyer dafür, sie jetzt zu gestalten - weil Technologie der leitenden Hand des Menschen bedarf, um Positives zu bewirken.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 06.05.2013
Andrian Kreye führt ein in die Technik der Dogmabinse. Als Zulektüre zum Buch der Google-Chefs Eric Schmidt und Jared Cohen empfiehlt er den Dalai Lama und L. Ron Hubbard. Kreye liest Binsenweisheiten über die vernetzte Welt, aber leider nichts über die Rolle Googles in China oder während des arabischen Frühlings oder beim Urheberrecht. Und plötzlich erscheint dem Rezensenten das Buch nicht einfach enttäuschend, sondern gespenstisch, weil die Autoren in "imperativem Futur" schon mal die Zukunft in die Hand nehmen und weil sie dabei so abgrundtief traurige Visionen eines monopolisierten digitalen Fortschritts entwickeln, dass Kreye die Tränen kommen.
Rezensent Benjamin Stein, selbst Unternehmensberater für Informationstechnologie und Romanautor, hält die Analyse der Folgen der digitalen Revolution durch die Google-Manager Eric Schmidt und Jared Cohen für durchaus lesenswert. Aber er kritisiert auch wesentliche Auslassungen: Etwa, dass es Internetkonzerne wie Google selbst sind, die die Anonymität des Internetnutzers auszuhebeln versuchen und die totale Kontrolle und Überwachung ausüben wollen, die sie bei Regierungen kritisieren. Ihre Beschreibung der Chancen, die weltweite Vernetzung aller mit allen bedeutet, offenbart Stein vor allem eine typisch amerikanische Goldgräbermentalität. Andererseits erkennt er auch, dass Staaten etwa mit der Herausgabe biometrischer Pässe die Privatspäre ihrer Bürger genauso wenig achten. Steins Fazit: Unbedingt lesen, aber "mit Blick für die Auslassungen".
Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Lukas Rietzschel: Sanditz Ein imposantes Bild der deutschen Gesellschaft - von der DDR bis in die GegenwartSanditz, eine Kleinstadt am Rande der Republik. Hier leben alte Offiziere, Bürgerrechtler,… Elizabeth Strout: Erzähl mir alles Aus dem Englischen von Sabine Roth. Elizabeth Strout kehrt zurück in die Küstenstadt Crosby in Maine - zu ihren Heldinnen Lucy Barton und Olive Kitteridge. Es ist Herbst…