Aus dem Spanischen von Timo Berger. Ein Pferd, das sich im Glockenstrang der Dorfkirche verheddert, ein Adeliger, der einen Kanal von Spanien bis nach Flandern bauen will, und zwei Motorradfahrer im Rausch des Bilsenkrauts: unverwechselbar Fernández de Castro.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 20.01.2014
Berauscht nicht vom Bilsenkraut, aber von der Erzählkunst des Spaniers Javier Fernández de Castro geht Harald Eggebrecht aus dieser Lektüre hervor. Dass der Roman nur 140 Seiten hat, kann er gar nicht fassen. Waren es nicht doch eher 600? So erscheint des dem Rezensenten jedenfalls durch die schiere Fülle an Abenteuern, Orten, Zeiten und Personen, die der Autor auffährt. Der Ton des Ganzen ist dabei laut Eggebrecht von ganz eigener Art, hypnotisierend, dass der Rezensent von der Story nicht mehr loskommt und immer tiefer hineingerät in einen Reigen von (Schauer-)Geschichten, initiiert durch eine Ursituation - Menschen beim Wein am Feuer, Geschichten erzählend. Auch Eggebrecht lässt sich das gefallen, lauscht Erzählungen von roten Fohlen und magischen Kräutern und staunt, dass der Autor den Überblick behält und derart virtuos und komisch, mitunter auch surrealistisch zu fabulieren vermag.
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