Aus dem Französischen von Brigitte Große und Claudia Steinitz. Polen, im Frühling 2005: Juliette, Aktivistin in einer Umweltschutzgruppe, befreit Tiere aus einem Versuchslabor. Doch diese vermeintlich harmlose Aktion führt ins Herz eines Komplotts. Eine fanatische Umweltorganisation verfolgt einen mörderischen Plan. Ex-CIA Agent Paul Matisse heftet sich an ihre Fersen. Bis er erfährt, was sie vorhaben, bleiben nur noch hundert Stunden, um die Welt zu retten. Und Juliette muss sich entscheiden, auf welcher Seite sie steht.
Als spannende, aber auch verstörende Ferienlektüre empfiehlt Rezensentin Christiane Grefe diesen 550-Seiten-Thriller über eine Öko-Terrororganisation, den sie als in Fiktion verpackte "Warnung vor dem Konflikt zwischen Umweltpolitik und Menschenrechten" gelesen hat. Zwar findet sie die Handlung manchmal ein bisschen "klischeehaft", schätzt aber die sehr differenzierte Auseinandersetzung des Romans mit abstrusen Krisenthesen wie der des Thomas Robert Malthus und jenen ignoranten und radikalen Umweltschützern, denen das Wohl des Planeten über das seiner ärmsten Bewohner geht. Überhaupt scheint ihr mit diesem Roman auf recht gelungene Weise über das Mittel der Fiktion jede Menge brisanter Debattenstoff unters Volk gebracht worden zu sein.
Wie das mit heißer Nadel gestrickte Buch zum Film hat sich dieser bestsellende Forschungsthriller für Rezensent Jörg Sundermeier gelesen, obwohl es den Film zum Buch gar nicht gibt. Aber auch sonst enttäuscht ihn der Roman, denn Mitdenken ist hier verboten, gibt er bedauernd zu Protokoll. Zwar beginne es spannend, gehe dann aber vorhersehbar weiter. Im übrigen nervt ihn der Roman durch verschärftes Stilblütentum und hölzerne Figuren.
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