Rolf Vollmann preist Jean Giono als "großen Schriftsteller", der in diesem Buch über die Provence die "verführerische Sehnsucht" nach der "verschwundenen Schönheit selbst" vermittelt. Der Rezensent gerät angesichts der Aufsätze vor allem über unbekannte Orte der Provence, die in keinem heutigen Provence-Führer vertreten sind, richtig ins Schwärmen und zitiert ausgiebig aus den Texten. Dabei muss ein Sinn für die Schönheit im Sinne Gionos, der von 1895 bis 1970 lebte, allerdings vorausgesetzt werden, so Vollmann, der als Beispiel für die Ästhetik des französischen Autors die Beschreibung der "molligen, harten und marmornen" Beine eines provenzalischen Mädchens heranzieht.
Caroline Wahl: 1999 Meter über dem Meer Der Selbstfindungstrip nach Bali? Samara hat niemanden gefunden. Die hippe Agentur in Berlin-Mitte? So öde wie irgendein anderer Job. Samara weiß, was sie alles nicht mehr… Eva Menasse: Alleinruhelage Nach dem Ende der Ehe steht eine Frau mit ihrem Wochenendhaus plötzlich allein da. Hier hat sie einst mit der Familie die Idylle gesucht und will nun den Neuanfang wagen.… Heinz Strunk: Memories of Heidelberg Heidelberg im Frühling! Bertram und Isolde, ein in die Jahre gekommenes Paar aus Oldenburg, möchten sich in der romantischen Kurpfalz mal einen richtig schönen Kurzurlaub… Tony Tulathimutte: Fiasko Aus dem Amerikanischen von Stefanie Jacobs, Stefanie Ochel und Jan Schönherr. Ein erklärter Feminist fällt ins Wurmloch der Incel-Szene. Eine Frau versinkt in einer selbstzerstörerischen…