Aus dem Englischen von Ulrike Wasel und Klaus Timmermann. Die meisten Leute halten nicht viel von der jungen Sallie Kincaid. Sie ist die Tochter des Duke, mehr nicht. Aber Sallie hat andere Pläne - und sie wird alle davon überzeugen ...Sallie ist die Tochter des mächtigsten Mannes einer Kleinstadt in Virginia. Geboren zu Beginn des 20. Jahrhunderts, ist sie fünf Jahre alt, als ihre Mutter stirbt nach einem Streit mit Sallies Vater, dem charismatischen Duke Kincaid. Er heiratet erneut und bekommt einen Sohn. Als Sallie dem Halbbruder beibringen will, so stark wie der Vater - und sie selbst - zu sein, führt ihre waghalsige Nachhilfe zu einem schweren Unfall. Sallie wird verstoßen und muss das Anwesen verlassen. Mit siebzehn Jahren kehrt sie zurück ins Große Haus, entschlossen, sich ihren Platz in der Familie zurückzuerobern. Doch der Duke ist tot, es gilt die Prohibition und in der Stadt herrscht Lynchjustiz. Sallie ist entschlossen, nicht ein zweites Mal zu weichen - und widersetzt sich der harten Männerwelt selbstbewusst und scharfsinnig, um sie für immer zu verändern.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 23.11.2023
In der Zeit der Prohibition ist Jeannette Walls' Roman angesiedelt, verrät Rezensent Fritz Göttler über die Geschichte von Vater und Tochter. Der "Duke" hat das County, in dem sie leben, im Griff und kontrolliert die Geschäfte, verrät Göttler in seiner Besprechung, die überwiegend Inhaltsangabe ist. Tochter Sallie lässt sich mit Schmugglern ein, verehrt den Vater und wird letztlich dessen Nachfolgerin, erfahren wir. Eine Geschichte, die von "Allianzen und Assoziationen" lebt und für die sich die Autorin eignet, zitiert Göttler die Autorin, war sie doch selbst in einem Haus ohne Technologie und Sanitäre Anlagen aufgewachsen; eine Erfahrung, die sich durchaus mit den Zwanziger Jahren vergleichen lasse.
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