Jeff Jarvis

Mehr Transparenz wagen!

Wie Facebook, Twitter & Co die Welt erneuern
Cover: Mehr Transparenz wagen!
Quadriga Verlag, Köln 2012
ISBN 9783869950419
Gebunden, 320 Seiten, 24,99 EUR

Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Lutz Wolff. Wer sein Laptop oder Smartphone einschaltet, denkt gar nicht mehr daran, dass diese wunderbare Technologie gerade mal zwanzig Jahre alt ist. Wir googeln, twittern, surfen und vernetzen uns, ja, wir leben im Netz. Und alle anderen sind auch da. Zugleich ist die Sache uns unheimlich. Google, Amazon, Facebook und Twitter wissen mehr über uns als unsere Eltern und Freunde je wussten. Machen wir uns nicht zu Sklaven des Internets, während die reale Welt sich wie rasend verändert? Regierungen werden gestürzt, Autoritäten werden durch Internetforen ersetzt, die Zeitungen sterben, der Einzelhandel steht mit dem Rücken an der Wand. Daten sind der kostbarste Rohstoff des neuen Jahrtausends.
Jeff Jarvis hat nach unseren Erwartungen, Möglichkeiten, Ängsten gefragt. Sein Ergebnis: Wir stehen am Anfang einer Umwälzung, deren Ende noch niemand absehen kann. Aber wir müssen keine Angst vor der neuen Transparenz und Öffentlichkeit haben, die das Internet uns ermöglicht. Sie werden die Gesellschaft, den Staat und die Wirtschaft von Grund auf erneuern und jeden Einzelnen auf ungeahnte Weise emanzipieren. Der Band beruht auf Interviews mit Mark Zuckerberg (Facebook), Eric Schmidt (Google), Evan Williams (Twitter).

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 04.12.2012

Durchwachsen findet Niklas Hofmann dieses Plädoyer für mehr Öffentlichkeit und Transparenz im Internet, das der Internet-Experte und Journalismusdozent Jeff Jarvis vorgelegt hat. Die Lobpreisung der fantastischen Möglichkeiten des Internets, die Kritik an einer Überhöhung der Privatsphäre und an überzogenen Forderungen des Datenschutzes scheint ihm doch etwas einseitig. So kommt etwa die Traditionslinie des Internets, den Datenhunger von Unternehmen und Regierungen mit Skepsis zu betrachten, seines Erachtens bei Jarvis kaum zu Wort. Zudem scheinen ihm dessen Ausführungen zu einer Theorie der Transparenz "intellektuell recht schmalspurig". Andererseits wolle der Autor auch nicht als Fundamentalist dastehen, weswegen er erkläre, dass jeder letztlich selbst zu bestimmen habe, welche Informationen er teile. Das ist für Hofmanns Geschmack dann doch etwas zu wenig an Kontroverse.

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