Ob es einem gefällt oder nicht: Die Digitalisierung bestimmt unseren Alltag. Weder unsere Arbeitswelt noch unser Privatleben sind heute ohne digitale Technologien vorstellbar. Und ein Ende scheint nicht in Sicht. Kommunikation und Konsum werden immer schneller und bequemer, doch für diese Annehmlichkeiten bezahlen wir mit unseren 'Bewegungsdaten': Egal was wir im Netz tun, es bleibt nicht unbeobachtet - der NSA-Skandal ist der deutlichste Beweis. Auch für Peter Schaar, den früheren Bundesbeauftragten für den Datenschutz, ist der Weg in die Informations- und Transparenzgesellschaft unumkehrbar. Doch fordert er eine gesellschaftliche, eine demokratische Kontrolle, damit unsere grundlegenden Werte ihre Gültigkeit behalten. Hier sind Politiker und Bürger gleichermaßen gefragt. Peter Schaar liefert einen profunden und konkreten Überblick über die neusten technischen Entwicklungen, fragt nach ihren Konsequenzen für unseren Alltag und unsere Gesellschaft und räumt mit vielen Mythen rund ums Internet auf.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.09.2015
Mitnichten als Verteufelung des Internets begreift Robert Fieten das Buch des früheren Datenschutzbeauftragten Peter Schaar. Schaar untersucht darin laut Rezensent die Digitalisierung unseres Alltags, ihren Nutzen und vor allem ihren Preis. Dass der Autor die Internetökonomie mit besonderem Blick auf die Situation in Deutschland wegen ihrer Monopole kritisiert und Fragen zur Transparenz aufwirft, gefällt Fieten nicht zuletzt deshalb so gut, weil der Autor den von ihm formulierten Handlungsbedarf sachlich begründet und zum Plädoyer für eine beherztere Bürgerbeteiligung an der Entwicklung digitaler Technologien ausbaut.
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