Das "Jelinek(jahr)buch 2012", das von einem neuen Essay Jelineks eingeleitet wird, finden sich Beiträge zu Jelineks "Sekundärdrama" FaustIn and out sowie zu ihrem Theatertext "Kein Licht" und dessen Uraufführung am Schauspiel Köln. Internationale WissenschaftlerInnen befassen sich mit Jelineks Roman "Die Kinder der Toten", mit der Ästhetik des Untoten und mit Übersetzungsprojekten zu diesem Roman. ExpertInnen informieren über die Rezeption gesellschaftskritischer österreichischer Literatur in Osteuropa und über die Vermittlungsarbeit der Österreich-Bibliotheken. Außerdem enthält das Jahrbuch alle Beiträge der Veranstaltung "Jelinek.Dialoge. Sätze und GegenSätze aus Literatur und Wissenschaft".
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 23.07.2012
Dirk Pilz ist kein Freund des "Jahrbuchwesens", auf das sich literaturwissenschaftlichen Gesellschaften kapriziert haben. Doch dieses Jelinek-Jahrbuch möchte er ausdrücklich von seinem Verdikt ausnehmen. Mit Interesse hat er die Aufsätze, Briefe und Kommentare zu den Ereignissen des vorigen Jahres gelesen, wie etwa zur japanischen Übersetzung von Jelineks "Kinder der Toten" oder Karin Beiers Kölner Inszenierung "Kein Licht". Das Schöne an dem Buch sei, meint Pilz, das es nie so tue, als könnte man über Jelinek nicht auch streiten.
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