Aus dem Amerikanischen von Ilse Strasmann. Der nordwestliche Teil der USA wurde erst am Ende des 19. Jahrhunderts von Weißen bevölkert. In den weiten Wäldern um den Columbia River siedelten sich finnische Auswanderer an und versuchten das Land urbar zu machen. May Amelia ist in jenen Jahren weit und breit das einzige Mädchen in dieser Gegend. Zwar gibt es noch sieben Brüder im Tal der Nasel und weitere Jungen auf den Nachbarhöfen, aber eben kein einziges Mädchen. Wie sehr hofft May Amelia auf eine kleine Schwester! Doch als sich diese endlich einstellt, wird das Leben für May Amelia nicht leichter; sie braucht ihren ganzen Mut, um mit den neuen Problemen fertig zu werden.
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 04.10.2001
Vor gut einhundert Jahren begann die zwölfjährige Tochter finnischer Einwanderer im Nordwesten der USA, Jennifer L. Holm, ihr Leben im Tagebuch festzuhalten. Sie gab sich den Namen May Amelia und beschrieb das Leben in der Familie, ihre Wünsche und Träume und ihre Flucht aus der familiären Enge zu Verwandten nach Astoria, erzählt Karla Schneider. Das Buch - es geht um die Notate von Holm aus den Jahren 1899 bis 1900 - hat die Rezensentin tief beeindruckt. "Frisch" und "herzbewegend" sind für sie gar kein Ausdruck für ihr Lob, denn das Tagebuch zeige noch viel mehr: May Amelia "ist unerschrocken wie Pippi Langstrumpf, hat ein Abonnement auf Unfälle, ein Mundwerk, das nichts schuldig bleibt und unbedingt einen eigenen Kopf", freut sich Schneider, außerdem kann sie auch noch "arbeiten wie ein Pferd" und ist voller Leidenschaft, schwärmt die Rezensentin.
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