Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 16.08.2008
Der Autor dieser Gedichte Jidi Majias ist Funktionär verschiedener chinesischer Schriftstellerverbände. Staatsfromme oder angepasste Literatur schreibt er, so der Rezensent Ludger Lütkehaus, trotzdem nicht. Was damit zu tun haben könnte, dass er Teil der chinesischen Minderheit der Lolo ist, die Majias - darin dann doch dem offiziellen Sprachgebrauch folgend - die "Yi" nennt. Es brauche aber nicht viel Entschlüsselungskunst, meint Lütkehaus, um in manchen der Gedichte ein Plädoyer für die Autonomie Tibets zu erkennen. Besondere Stärken zeige Majia immer dann, wenn es um sein eigenes Volk und seine Traditionen in den Zusammenhängen einer globalisierten Gegenwart geht. Manches andere - etwa ein Nelson Mandela gewidmeter Rückblick aufs 20. Jahrhundert - erschöpfe sich dann doch eher im "Gutgemeinten". Also: eine freundliche, keine überschwängliche Kritik.
Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Florian Illies: Träume aus Feuer Tauchen wir ein in die großen Träume eines großen Mannes: Johannes Kunckel ist ein Magier und Alchemist, der daran glaubt, Gold zaubern zu können. Der brandenburgische Kurfürst…