Joachim Kalka

Die Katze, der Regen, das Totenreich

Ehrfurchtsnotizen
Cover: Die Katze, der Regen, das Totenreich
Berenberg Verlag, Berlin 2012
ISBN 9783937834511
Einband unbekannt, 144 Seiten, 20,00 EUR

Klappentext

Das hatten wir ganz vergessen, dass es das gibt! Regen, Halbschlaf, Plötzlichkeit und endloses Verweilen, Katzen, Kismet, Tod und ­Teufel - Zwischenreiche, Zustände und Dinge, ungreifbar, alltäglich, mächtig zugleich, die in unser Leben hineinregieren, ohne dass wir ihnen viel Aufmerksamkeit schenken. Wer könnte dies alles näher bringen als Joachim Kalka, dessen Wissen die Weltliteratur ebenso umfasst wie fast alle Bereiche künstlerischen Ausdruckswillens, die abseitigeren zumal. Bevor man in der Flut zeitgenössischer und vergangener Literatur ersäuft, sollte man jemandem wie ihm lauschen, der alles gelesen hat, das Wesentliche destilliert und die Kunst seiner Neuinterpretation verwandelt. Und schon fließt der Regen anders, die Katze läuft über die Straße, die Toten grüßen und der Teufel auch.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.05.2012

Wunderbar, schwärmt Rezensent Jochen Schimmang, einfach wunderbar. So und nicht anders, versichert er, müssen Essays aussehen, offen nämlich, dem Sammeln, der souveränen Abschweifung, der sprachlichen Schönheit verpflichtet, der Überraschung (des Autors selbst und erst des Lesers!). Was Joachim Kalka in diesen acht Essays klischee- und oberlehrerfrei über Katzen, Regenschirme, den Halbschlaf oder den Slapstick zu sagen hat, eröffnet Schimmang neue Horizonte. Kalkas Verweise auf Nabokov, die Peanuts, Lewis Carroll, Buster Keaton nimmt der Rezensent gerne auf.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 07.05.2012

Einen echten Essay hat Rezensent Burkhard Müller da gelesen, und das passiert offenbar nicht allzu oft. Richtig ein- und mitnehmen lassen hat sich Müller von Joachim Kalkas Wanderungsanweisung durch den Regen zu Katzen, zur Improvisation, zu abseitigen Autoren und zur vom Verschwinden bedrohten Kulturtechnik des Rauchens. Echt daran findet Müller das versuchsweise Loslaufen, ohne Ahnung, wie das Ziel aussehen könnte. Echt auch das Verweilen bei anderen Autoren (den Surrealisten, Wilhelm Busch) und deren Beschäftigung mit dem Thema (Regen, Regenschirm). Am Ende steht Müller nicht im Regen, sondern staunend, die Aussicht genießend, die Kalka ihm eröffnet, und die vielen Wegweiser zu allen Seiten.
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