Suhrkamp Verlag, Berlin 2026
ISBN
9783518432853 Gebunden, 317 Seiten, 26,00
EUR
Klappentext
In einem letzten Versuch, ihre erkaltende Liebe zu retten, fliegt ein Paar nach Kreta. Als sie anderntags in der Morgensonne erwacht, ist er bereits schwimmen gegangen. Als sie ihn gegen Mittag anruft, klingelt sein Handy in der Ferienunterkunft. Und als sie am Strand steht, weiß sie sofort: Hier ist er nicht. Aus Stunden des Suchens werden Tage, Wochen, Monate - nichts in diesen Geschichten ist, was es ist. Ob etwa die todkranke Frau, der im Wald immer wieder zwei geisterhafte Kinder begegnen, noch in der Realität oder schon in einer Zwischenwelt lebt, bleibt in der Schwebe. Und das seit Jahrzehnten leerstehende Hotel Sudeten, in dem eine seltsame Gesellschaft haust - ist es ein Nachtasyl oder vielleicht doch eine psychiatrische Klinik?
Rezensent Jörg Plath nennt den Band mit Erzählungen der polnischen Autorin Joanna Bator einen Strudel. Mehr als in einem Reigen sind die Geschichten hier miteinander verbunden und gehen ineinander über. Personen (Frauen vor allem), Orte, Zeiten der 16 eher kurzen, melancholischen Texte greifen auf unheimliche, fantastische Weise ineinander, erklärt er. Für Plath eine Aufforderung zu detektivischer Lektüre, bei der es unter anderem um die Spiegelung verlorener Liebe im anderen gehen könnte. Die Übersetzung von Lisa Palmes gefällt Plath gut, weil sie die Wärme und auch die Komik des Originals transportiert. Für Plath auch ein feministischer Text, der mit überraschenden Beziehungen und Verbindungen aufwartet.
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