Erst als Maria spurlos verschwindet, lernen sich David und Franz kennen. Beide waren Marias Freund, beide hatten sie sich verliebt. Nun machen sie sich in einem alten braunen Opel auf die Suche nach ihr... David und Franz erzählen abwechselnd. Zwei, die immer wollten, dass alles besser so bleibt, wie es ist, müssen erkennen, dass Maria alles verändert.
Jochen Förster hat einiges gegen Journalisten, die Romane schreiben: Das Ergebnis lese sich meist wie ein Text aus dem jeweiligen Fachgebiet in fiktiver Hülle und wäre einem besser erspart geblieben. Gegen ein solches Urteil anzukommen, ist nicht ganz leicht, doch Jochen-Martin Gutsch und Juan Moreno haben es mit ihrem Roman "Cindy liebt mich nicht" geschafft. Einen Grund dafür sieht der Rezensent in der Tatsache, dass bei der Erzählung der Dreiecksgeschichte jeder der beiden Autoren den Part eines der beiden Männer erzähle, dies allerdings glücklicherweise ohne jede Vorhersehbarkeit. Einen weiteren Grund macht er in dem Journalismus aus, den die beiden vertreten, die "weniger Experten als Allesbeobachter" seien. Dies werde im Roman aufs Schönste umgesetzt: eine Sprache direkt aus dem Leben, wenig Konstruiertes, dafür einiges Geplänkel, auch immer mal banal - wie das Leben eben so spielt. "Kaufen" legt der Rezensent dem Leser daher abschließend ans Herz.
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