Das große Überblickswerk zur Geschichte des Tanzes im 20. Jahrhundert, festgemacht an seinen berühmtesten Exponenten - u. a. Isadora Duncan, Nijinsky, George Balanchine, Martha Graham, Merce Cunningham, Hans von Manen, William Forsythe und Pina Bausch. In 21 Hauptkapiteln, strukturiert nach den wesentlichen Epochen des Tanzes im 20. Jahrhundert, werden die 101 wichtigsten internationalen Choreografen mit ihren Lebensleistungen in chronologischer Folge präsentiert. Den Porträts sind zum besseren Verständnis Einführungen zum zeitlichen und künstlerischen Umfeld vorangestellt. In einem einleitenden Essay schildert der Autor die Entwicklung des Balletts bis zur Entstehung des modernen Tanzes zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Zur Veranschaulichung enthält der Band ca. 100 Fotos (Porträts, Szenenfotos, Tanzstudien), ein Register erlaubt den schnellen Zugriff.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 18.01.2003
Jochen Schmidt, kenntnisreicher Tanzrezensent, konzentriert seine Geschichte des Tanzes im 20. Jahrhundert nicht auf die Stücke, nicht auf die Tänzer, sondern - dem modernen Verständnis durchaus entsprechend - auf die Choreografen. Genau 101 Porträts umfasst sein Band, die Auswahl, räumt Schmidt ein, ist nicht ohne "Willkür". Schlimm ist das nicht, beruhigt die Rezensentin Christina Thurner, zumal das Ergebnis "meistens" einleuchte. Gegliedert ist das Buch - über die einzelnen Werk-Biografien hinweg - in vier große Abschnitte, von "Die Suche nach dem Neuen im Alten" bis zum - wie Thurner meint, vielleicht etwas voreilig apokalyptischen - "Stop Dance". Der Kanon des Tanzes im 20. Jahrhundert entfaltet sich darin überzeugend, wenn der Rezensentin auch die eine oder andere "polemische Spitze" überflüssig vorkommt. Kritikpunkte sind der unentschlossene Einbezug des außereuropäischen Raums und die etwas lieblose Auswahl der Bilder.
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