Klappentext
Aus dem Schwedischen von Hinrich Schmidt-Henkel. Eines Morgens, als Sailor sich anziehen wollte, war sein Pullover weg. Er rief seinen kleinen Hund Pekka, der gerade Zeitung las. - Wir müssen in die Stadt fahren, einen neuen kaufen. - Gut, dann kann ich mir auch gleich die Haare schneiden lassen. Eine Erzählung zwischen Bilderbuch und Comic von einem der wichtigsten zeitgenössischen Künstler Schwedens.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 10.01.2025
"Sailor und Pekka erledigen was in der Stadt" - das ist der Titel dieses einzigartigen, wunderbaren, im besten Sinne irritierenden Bilderbuchs, und im Wesentlichen auch die Handlung. Viel mehr passiert nicht in Jackum Nordströms Geschichte, aber das braucht es auch gar nicht, findet Rezensentin Kathleen Hildebrand. Nordström schafft alltägliche, realistische Situationen, statt einen komplizierten Plot zu konstruieren. Charaktere, Ereignisse, Objekte treffen zufällig zusammen: Sailor findet seinen Pullover nicht, der Hund Pekka will zum Friseur, ein Clown sucht seine Trompete. "Disparates kollidiert", beschreibt Hildebrand dieses Zusammentreffen, ähnlich wie auch in Nordströms Bildern, die mal etwas kindlich Spielerisches haben, mal akkurat erscheinen mit korrekten Perspektiven und einem erstaunlichen Detailreichtum. Diese Alltäglichkeit, diese Ehrlichkeit, diese Zufälligkeit ist es, die die Rezensentin mit einem besonderen, zärtlichen Gefühl für die "Verletzlichkeit der Welt" zurücklässt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.10.2024
Jockum Nordström erzählt sein Bilderbuch mit großartiger "knäckebrottrockener Lakonie", wie Rezensent Stefan Trinks gleich zu Beginn seiner Besprechung klarstellt: Es geht um das Hund-Mann-Duo Pekka und Sailor. Die Geschichte beginnt damit, dass Sailor einen neuen Pullover braucht. Der Weg dahin ist von Abenteuern wie einer nervenaufreibenden Oldtimerfahrt und einem neuen Tattoo im Hafen gesäumt, die in ihrem Zeichen- und Konturenstil für Trinks eine wunderbar mediterrane 50er-Jahre-Atmosphäre heraufbeschwören. Die von Nordström genutzte "Form eines ungleichmäßigen Setzkasten-Rasters" lässt den Kritiker an Mondrian denken und macht einfach richtig Spaß, nicht nur für die junge Zielgruppe - kein Wunder, dass der Illustrator in Skandinavien so beliebt ist, resümiert er.