Wer die Erde retten will, muss den Boden heilen. Die Erde ist geradezu ein Wunderwerk, überzogen von einer Schicht aus organischem Material, Mineralien und Mikroorganismen sowie Luft und Wasser. Sie liegt allem terrestrischen Leben zugrunde. Doch der Wert des Bodens scheint uns nicht bewusst: Wir beuten ihn rücksichtslos aus und bedrohen damit jenes Ökosystem, das die Welt am Laufen hält. Jörg Blech und Matthias Rillig machen deutlich, dass das Fundament unserer Existenz kippen könnte, und zeigen, wie man dem entgegenwirken kann.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.11.2025
Rezensent Thomas Weber bekommt mit dem Buch des Biologen Jörg Blech und des Ökologen Matthias Rillig eine gute Einführung in das brennende Problem der Bodenausbeutung- und erhaltung. Indem die Autoren zunächst die Komplexität und die Struktur des Bodens anhand neuester Forschungsergebnisse anschaulich erläutern, sich dann den Mikroorganismen im Boden und der Bodengesundheit widmen und schließlich einige Ausblicke und Empfehlungen geben, legen sie laut Weber eine gelungenen Überblick vor. Allzu viele Vorschläge zur Verbesserung der Bodennutzung geben die Autoren allerdings nicht, findet Weber, da sie sich weniger mit den politischen und gesellschaftlichen Bedingungen auseinandersetzen und mehr mit der naturwissenschaftlichen Seite.
90 Prozent aller fruchtbaren Böden sind derzeit schätzungsweise bedroht, lernt Rezensent Günther Wessel mit "Mutter Erde" von Jörg Blech und Matthias Rillig. Hier erklären der Wissenschaftsjournalist und der Bodenökologe sehr versiert und dennoch leicht verständlich, welche vielfältigen Funktionen das Erdreich im Ökosystem der Erde erfüllt, welche menschlichen Praktiken die Böden bedrohen und was das für Folgen hat bzw. haben könnte, so der Kritiker. Dabei gehen ihm die Autoren manchmal ein wenig zu sehr ins Detail, was dem Verständnis jedoch nicht abträglich sei. Blech und Rillig belassen es allerdings nicht dabei, den alarmierenden Ist-Zustand zu beschreiben. Sie erklären auch ganz konkret, was nun nötig und möglich wäre, um die Erde - in beiderlei Wortsinn - zu schützen. Der erste Schritt: den "wahren Wert" der Erde anzuerkennen, dazu leistet dieses Buch einen wertvollen Beitrag, so der Rezensent.
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