In der Renaissance war es der Platonismus, in der Moderne die Maschinenrationalität, heute dagegen ist es die Logik des digitalen Habitats, die nach Aufnahme in den Gehalt der Architektur verlangt. Sie fordert die Architektur als jene Praxis heraus, in der von jeher die kulturelle Logik einer Zeit ihre Übersetzung in die Sinnenhaftigkeit der menschlichen Lebenswelt erfährt.In historischer Vertiefung stellt dieses Buch die Frage nach den theoretischen Grundlagen der Architektur als symbolische Form.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 27.09.2008
Frank Thinius begrüßt Jörg H. Gleiters Band über Architekturtheorie im digitalen Zeitalter, der jetzt als Auftakt der Reihe "ArchitekturDenken" erschienen ist. Er findet in dem Band eine Einführung in die jüngere Architektur von der frühen Moderne über die Postmoderne des "digital turn" sowie einige Aufsätze zu einzelnen Aspekten wie "Von Loos bis Eisenman. Kritische Theorie des Ornaments" oder "Einfühlungsästhetik. Zur Psychologie der Architektur". Besonders gefällt Thinius der intellektuelle Verve, mit dem Gleiter ans Werk geht. Bisweilen scheint ihm die Darstellung allerdings schon ziemlich abstrakt. Besonders die These vom schwachen "ontologischen Status" digital konzipierter Architektur wirkt auf ihn etwas "unscharf und theoretisch". Gut getan hätten dem Band in seinen Augen auf jeden Fall Abbildungen der erwähnten Bauten.
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