Santa Monica, Kalifornien: Ein Schweizer Schriftsteller ist für zwei Monate Writer-in-Residence an der University of Southern California - ein Schriftsteller, der nicht über das Leben schreibt, sondern das Leben erzählt. "Wir verstehen nicht, was mit uns geschieht." Und will man das nicht kleinreden, dann kann man wie Jörg Steiner erzählen, von anderen und von sich selbst, kann wahrnehmen, was einem widerfährt, klar und präzise das scheinbar Selbstverständliche in den Blick nehmen und ihn zugleich für das Ungewöhnliche öffnen, kann mit großer Gelassenheit den Begebenheiten und Begegnungen ihr Geheimnis belassen und in einer sachten Bewegung Vergangenes und Gegenwärtiges zusammenfügen und bewahren."
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 14.02.2008
Beatrice von Matt ist von diesem Buch, in dem Jörg Steiner von seinem viermonatigen Aufenthalt als "Writer-in-Residence" an der University of Southern California in Los Angeles berichtet, hingerissen. Er bewundert darin nicht nur die äußerst sensiblen Beobachtungen des Autors, sondern hat auch den Eindruck, hier den "Rätseln des Lebens" näher zu kommen. Steiner erzählt aus dem Rückblick, er liegt Jahre später im Krankenhaus und erinnert sich an seine Zeit in den USA. Dabei macht er die Entdeckung, dass es nicht unbedingt die wichtigen Erlebnisse sind, die am deutlichsten in der Erinnerung verankert sind, sondern gerade die unbedeutenden Eindrücke, stellt die Rezensentin fasziniert fest. Sie ist vom Einfühlungsvermögen und der Genauigkeit der Beobachtungen Steiners sehr beeindruckt und stellt fest, dass es dem Autor in seiner scheinbar intentionslosen Berichterstattung um die Wirklichkeit und ihr Nachwirken in der Erinnerung geht.
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