Aus dem Schwedischen von Franziska Hüther. Der verheerende Winter von 1880 hat die Stadt fest im Griff, die Nächte sind kalt und die Vorräte knapp. Im Waisenhaus kämpft die zwölfjährige Mika mit den anderen Kinder um ihr Überleben. Als eines Nachts ein neugeborenes Kind im Waisenhaus abgegeben wird und wenig später ein Mord geschieht, spürt Mika, dass die Vorfälle zusammenhängen. Valdemar Hoff, der ermittelnde Kommissar, hat einen schlimmen Verdacht: Ist der Mord das Werk des Nachtraben? Eigentlich war der berüchtigte Serienmörder hingerichtet worden, doch was, wenn es der falsche Mann war? Hoff bittet Mika um Hilfe, denn sie verfügt über eine besondere Beobachtungsgabe. Gemeinsam müssen sie alles daran setzen, den Fall schnellstmöglich aufzuklären. Denn wenn der Nachtrabe noch lebt, ist niemand sicher …
Rezensent Siggi Seuß freut sich über die deutsche Übersetzung des ersten Teils von Johan Rundbergs Jugend-Krimireihe. Denn dem schwedischen Autor und Preisträger des renommierten Augustpreises gelinge darin ein besonderes Kunststück: In der Geschichte um die jugendliche Waisin Mika, die einem Polizisten in Mordermittlungen tatkräftig und klug zur Seite steht, gehe es nicht nur äußerst spannend zu - wer ist der Mörder, und wer ist Mika? -, sondern es werden auch die harte, düstere Lebensrealität eines Stockholms im Jahre 1880 voller Leichen und Gestank mit einer "dezidiert diesseitigen" und glaubwürdigen Hoffnung verbunden, staunt Seuß - eine ungewöhnliche Kombination für ein Kinderbuch, die Rundberg mit Bravour meistere. Noch dazu werde Mikas tapferer Kampf um Aufklärung und Selbstbestimmung von Franziska Hüther "quicklebendig" ins Deutsche übersetzt. Für Seuß das reinste Lesevergnügen.
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