Mit 146 Abbildungen. Wenn der Sphinx älter ist als die älteste ägyptische Dynastie, wer hat ihn dann erbaut? Wenn die alten Ägypter auf die Hieroglyphen bereits als vollständiges Schriftzeichensystem zurückgreifen konnten, von wem hatten sie sie? John Anthony Wests Neuinterpretation der altägyptischen Kultur stellt in Frage, was bisher herrschende Lehrmeinung war. In seiner Untersuchung weist West nach: Die Hieroglyphen und großen Bauten enthalten verschlüsselte Botschaften, die die heilige Wissenschaft der Pharaonen vermitteln...
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.06.2001
Der Rezensent mit dem Kürzel "jowi" ist zwar der Ansicht, dass Esoteriker mit diesem Band gut bedient sind, doch für Ägyptologen sei dieses Buch ein "Opus für den Giftschrank". Wie der Leser erfährt, befasst sich West hier vor allem mit dem Luxor-Tempel und dessen von René Aor Schwaller de Lubicz (1891-1962) interpretierten Proportionen. Diese Untersuchungen von Schwaller de Lubicz findet "jowi" ohnehin schon recht fragwürdig, doch in Kombination mit Wests eigenen Beobachtungen ist für den Rezensenten anscheinend die Grenze des Erträglichen erreicht. So kann sich "jowi" offenbar in keinster Weise mit Wests - durch geologische Untersuchungen begründete - Alterseinschätzung der Sphinx von Gizeh anfreunden. Als weitere Schwäche des Buchs, das im Original bereits 1993 erschienen ist, macht der Rezensent die Tatsache aus, dass Wests Theorien über Hieroglyphen inzwischen durch neuere Ausgrabungen längst überholt sind.
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