John R. Bolton

Der Raum, in dem alles geschah

Aufzeichnungen des ehemaligen Sicherheitsberaters im Weißen Haus
Cover: Der Raum, in dem alles geschah
Das Neue Berlin Verlag, Berlin 2020
ISBN 9783360013712
Gebunden, 656 Seiten, 28,00 EUR

Klappentext

John Bolton diente 519 Tage als Sicherheitsberater unter Donald Trump, zumeist "in dem Raum, in dem alles geschah". Mit beinahe täglichen Treffen zählte er zu den engsten Vertrauten des US-Präsidenten. Doch was er da sah, überraschte ihn. Er musste erfahren, dass es Trump gar nicht um das Wohl der Nation geht, sondern immer nur um Selbstinszenierung und darum, mit allen Mitteln wiedergewählt zu werden. In seinem Buch berichtet Bolton aus erster Hand über Trumps Verfehlungen, seine rechtswidrigen Aussagen und Handlungen. Der ehemalige Nationale Sicherheitsberater des Präsidenten verfügt über exklusives Detailwissen und Insiderinformationen bezüglich der Machenschaften des mächtigsten Mannes der Welt. So beantwortet Bolton die Frage, inwieweit Trump manipulativ auf die Regierung von Kanzlerin Merkel einwirkt, und deckt zahlreiche streng geheime Informationen über Trumps Verwicklung in unzulässige Ermittlungen des Justizministeriums auf. Er verrät pikanteste Details aus dessen Verbindungen in die Unruheherde der Welt, beispielsweise Russland, Nordkorea und Syrien, und äußert sich detailliert zur Ukraine-Affäre.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.08.2020

Oliver Kühn scheint Gefallen zu finden am Buch des ehemaligen Sicherheitsberaters der Trump-Regierung, John Bolton. Auch wenn der Autor oft abschweift, jede Menge Bekanntes zum Besten gibt und selbst offenbar nicht frei ist von dem Hochmut und dem Opportunismus, die er seinem Ex-Boss Trump vorwirft, meint Kühn, macht Bolton mit seinem Erfahrungsbericht aus dem inneren Zirkle der Macht die Trump-Präsidentschaft besser verständlich. Unter anderem werden die Bruchlinien zwischen den beiden Männern, die schließlich zur Entzweiung führten, gut erkennbar, meint Kühn.
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Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk Kultur, 17.08.2020

Nana Brink folgt den Aufzeichnungen des "Falken" John Bolton mit Skepsis. Ob der Sicherheitsberater nun über seine Männerfreundschaft mit Trump berichtet oder über seine Ungnade beim Präsidenten. Dass sogar Bolton die Unberechenbarkeit Trumps unterschätzt hat und am Ende bei dem Isolationisten im Weißen Haus auf Granit beißen musste, weiß Brink schon. Auch das folgende Trump-Bashing im Buch erscheint ihr nicht neu noch überzeugend. Schließlich ist Bolton selbst nicht unbedingt ein Sympathieträger, suggeriert die Rezensentin.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 10.08.2020

Ein dreifaches Ärgernis findet Matthias Kolb an diesem Buch: Zum einen ist es der Ärger über Trump selbst, dann aber auch über Boltons Selbstüberschätzungen, mit denen er über Meetings mit Trump minutiös berichtet. Am Ende kommt der Ärger über die Republikaner beim Kritiker hinzu, die trotz allen Beweismaterials für seine Inkompetenz an Trump festhalten. Zu allem Überfluss aber begreife man nach der Lektüre dieses Buchs das "Phänomen Trump" kein bisschen besser als zuvor. Da wird deutlich der Daumen gesenkt.

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