Herausgegeben, eingeleitet und mit einem Vorwort von Heinz Weiß und Claudia Frank. Aus dem Englischen von Antje Vaihinger. Mit seinem Konzept der seelischen Rückzugsorte hat John Steiner neue Wege in der Therapie von Patienten mit schweren Persönlichkeitsstörungen aufgezeigt. Hier veranschaulicht er, wie die therapeutische Arbeit gestaltet werden kann, wenn man den Patienten zum Verlassen dieser Rückzugsorte veranlassen will. John Steiner eröffnet neue Möglichkeiten zur Behandlung von stark belasteten Patienten, die sich in eine selbstgewählte Isolation gleichsam wie in ein Versteck zurückgezogen haben. Er beschreibt die Herausforderungen, die sich daraus für die therapeutische Beziehung ergeben. Mit detaillierten klinischen Beispielen bietet "Seelische Rückzugsorte verlassen" einen Einblick in die therapeutischen Schritte.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.06.2014
Die persönlichen Fallgeschichten des Psychoanalytikers John Steiner erinnern Eberhard Rathgeb an die Erzählungen Franz Kafkas, nirgendwo sonst kommt so sehr das Gefühl auf, von draußen zu beobachten, was drinnen passiert, obwohl man doch eigentlich selbst mittendrin steckt und gar nicht raus kann, so sehr man es sich auch wünschen mag, erklärt der Rezensent. "Seelische Rückzugsorte verlassen" ist außerdem ein schönes Beispiel dafür, dass auch andere Psychoanalytiker als Freud eindrucksvoll schreiben und Laien für ihre Arbeit begeistern können, sodass sie gebannt dem Hin und Her der Gesprächspartner folgen, die da Zug um Zug den "Schutz der inneren Objekte" auflösen, lobt Rathgeb.
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