Brust, Kraulen, Schmetterling - die Schwimmstile sind so zahlreich wie die Schwimmertypen: ob man sich eher passiv treiben lässt, heroisch die Fluten durchkämmt oder elegant durch schimmerndes Türkis gleitet. John von Düffel widmet sich nicht nur der praktischen Seite, den Techniken und der Ausrüstung, sondern auch der philosophischen Ausprägung des Sports. Er beschreibt die Ambivalenz des Wassers, die Geborgenheit, die es ausstrahlen, aber auch die Bedrohlichkeit, die ihm innewohnen kann; das Spielerische und das Kämpferische. Humorvoll und ganz in seinem Element berücksichtigt er die gesundheitlichen Aspekte und zeichnet feine Charakterstudien.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.07.2016
Rezensent Hannes Hintermeier erwischt den Lektor, Schriftsteller und passionierten Schwimmer John von Düffel dabei, wie er sein Lebensthema beackert: Wasser. Diesmal geht es dem Autor ums Schwimmen im Fluss, See, Meer oder auch Schwimmbad. Doch zuerst verklickert er dem Rezensenten das Element, seine Widrigkeiten und Mythen. Konkreter dann wird von Düffel, wenn es um die Techniken des Schwimmens geht. Da kennt der Autor sich aus, merkt Hintermeier. Anschaulich und psychologisch versiert wird die Trainingswissenschaft zelebriert, meint er. Allerdings, findet er: Manchmal fehlen dem Autor doch die Worte fürs Wasser und Schwimmen ist wohl tatsächlich erfrischender als das Lesen darüber.
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