Claudia Pawlenka (Hg.)

Sportethik

Regeln - Fairness - Doping
Cover: Sportethik
Mentis Verlag, Paderborn 2004
ISBN 9783897853065
Broschiert, 328 Seiten, 38,00 EUR

Klappentext

Der Sport ist ein Bereich, der in der modernen Gesellschaft immer breitere Kreise umfaßt. Mit der zunehmenden Präsenz in den Medien und der Tendenz zu Kommerzialisierung und Professionalisierung wachsen jedoch auch die Probleme. Dies gilt auch für den Umgang mit dem eigenen Körper im Freizeit- und Fitnessbereich. In diesem Buch werden neben praktischen Problembereichen mit dem Themenschwerpunkt Doping auch grundlegende Fragen nach Regeln und Sinn des Sports, Fairness und Gerechtigkeit sowie die Frage nach institutioneller Verantwortung und einer adäquaten Sportethik einer kontroversen bis kritischen Reflexion unterzogen. Mit internationalen Originalbeiträgen aus Philosophie und Sportwissenschaft ist dieser Band eine Antwort auf ein offensichtliches Theoriedefizit und ein Angebot für Lehre und Forschung. Es werden darin erstmals auch Beiträge der traditionsreichen amerikanischen Sportphilosophie in deutscher Übersetzung zugänglich gemacht.
Mit Beiträgen von: Volker Caysa, Frans De Wachter, Gunnar Drexel, Eike Emrich/Vassilios Papathanassiou, Elk Franke, Thomas Gerstmeyer, Sven Güldenpfennig, Heiner Hastedt, Bernhard Irrgang, Eugen König, Scott Kretchmar, Hans Lenk, Eckhard Meinberg, Dietmar Mieth, William J. Morgan, Konrad Ott, Claudia Pawlenka, Robert Prohl, Bernard Suits, Barbara Ränsch-Trill, Meinhart Volkamer

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 15.01.2005

Lange genug ist die Sportethik in Deutschland stiefmütterlich behandelt worden; da ist der von Claudia Pawlenka herausgegebene Sammelband eine längst überfällige Publikation und eine "gewinnbringende Einführung" zudem, meint Rezensent Bernward Gesang. Den Aufbau, in dem zunächst den Fragen nach dem Wesen von Fairness und Sport nachgegangen wird, um dann Antworten auf die Frage zu geben, warum Doping falsch ist, hält Gesang für äußerst sinnvoll. Inhaltlich jedoch übt der Rezensent deutliche Kritik: Jeder der Autoren finde in seinen Beiträgen die unterschiedlichsten Gründe für ein Dopingverbot, für jeden dieser Gründe ließen sich jedoch entkräftende Gegenargumente finden "Der Versuch einer Begründung des Dopingverbots endet in einer Sackgasse", ärgert sich Gesang. Aus der es, wohlgemerkt, einen Ausweg gegeben hätte, wenn man nämlich den Mut aufgebracht hätte, Gründe für die Freigabe von Doping zu finden, um diese dann zu entkräften. Für einen solch fruchtbaren Tabubruch hat es leider nicht gereicht, bedauert Gesang.

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