Aus dem Schwedischen von Wibke Kuhn. Der Hundertjährige hat genug vom Dauerurlaub auf Bali und ist begeistert, als sich ein neues Abenteuer ankündigt: Bei einer Ballonfahrt geraten sie auf Abwege, und Allan und sein Gefährte Julius müssen im Meer notlanden. Zum Glück werden sie gerettet. Pech ist jedoch, dass sich das Rettungsboot als nordkoreanisches Kriegsschiff entpuppt und Kim Jong-un im Atomkonflikt gerade seine Muskeln spielen lässt. Und schon steckt Allan, der sich mit Atomwaffen schließlich bestens auskennt, mitten in einer heiklen politischen Mission, die ihn von Nordkorea über New York bis in den Kongo führen wird. Dabei nimmt er auch Kontakt zu Donald Trump und Angela Merkel auf - mit ungeahnten Folgen...
Rezensentin Ursula März hat auf das Buch von Jonas Jonasson gewartet. Der Rest der Welt übrigens auch, meint sie. Dass die Schweden das Knäckebrot und Pippi Langstrumpf erfunden haben, weist ihr den Weg zur Genialität dieses Autors, der einmal mehr mit genial-naiver Fantasie zu erzählen weiß, wie März versichert. Die Handlung, aberwitzig wie wirksam, hält März für genauso realistisch wie Pippis Abenteuer. Doch wenn ein Rentner mit Merkel zu Kim Jong Un reist, um die Welt zu retten, wie es die Geschichte im Buch will, wer fragt da lang nach Realismus, meint März.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 25.09.2018
Fans von Jonas Jonassons Hundertjährigem werden mit diesem zweiten Band sicher ihre Freude haben, glaubt Rezensent Christoph Bartmann. Allen anderen kann er nicht unbedingt zur Lektüre raten. Denn die Geschichte um den inzwischen hunderteinjährigen Allan Karlsson, der sich schelmisch und dampfplaudernd mit seinem Kumpel Julius auf eine unfreiwillige Reise um die Welt begibt, um selbige zu retten, erscheint dem Kritiker zu "leicht und albern", um die hier angerissenen weltpolitischen Probleme unterzubringen. Kim Jong-Un, Trump und vor allem Putin stehen auf der dunklen Seite, während auf Merkel und Schwedens Außenministerin Margot Wallström alle Hoffnungen liegen, liest der Rezensent, den Jonassons Deutschlandbild generell ein wenig irritiert: Merkel sei die "Ikone der freien Welt", der deutsche Nachrichtendienst "supereffektiv" und der deutsche Pragmatismus wird die Welt schon retten, erfährt Bartmann.
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