Aus dem Amerikanischen von Conny Lösch. Mae Pruett ist Krisenspezialistin in Hollywood. Sie wird gerufen, wenn das Leben der VIPs und Stars außer Kontrolle gerät. Mae weiß, wie man Skandale verschwinden lässt. Nach Jahren im Job hat sie keine Illusionen mehr, nur ihr Traum von einem eigenen Haus lässt sie ausharren. Bis ihr Vorgesetzter bei einem Überfall erschossen wird und die Ungereimtheiten am Tatort sie wachrütteln. Bei ihren heimlichen Ermittlungen kommt sie einigen mächtigen Spielern der Traumfabrik zu nah, man rät ihr zu schweigen. Einzig Chris Tamburro, Ex-Cop und Maes Ex-Freund, hilft ihr. Wie sie kennt er die Regeln Hollywoods: Niemand redet. Doch die Gerüchte sind immer wahr. Eine schwangere Minderjährige bringt Mae und Chris auf die richtige Spur - und in größte Gefahr.***Ein kluger und messerscharfer Pageturner, der wie Polanskis Chinatown Korruption erzählt und dabei wie aus dem Leben gegriffen wirkt.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 06.10.2023
Eine "Melange aus 'L.A. Confidential' und sämtlichen Me-Too-Debatten" nennt Rezensent Thomas Wörtche den neuen Thriller von Jordan Harper, indem eine Frau zunächst ohne moralische Skrupel Missbrauchsfälle vertuscht, um schließlich doch die Seite zu wechseln. "Düster" ist eines der wenigen Adjektive, mit denen Wörtche diese Melange beschreibt. Abgesehen davon belässt er es bei einer Zusammenfassung sowie einer knappen Strukturanalyse von Harpers Roman. Was hier das "Ungeheuer" genannt wird - eine Armada von Anwälten, korrupten Polizistinnen, Medienschaffenden und Experten für das Reinemachen weißer Westen - sieht zwar auf den ersten Blick wie ein strukturelles Problem aus, erkennt Wörtche. Am Schluss jedoch laufen alle Fäden, der einen und der anderen Art - beim klassischen hyperreichen Oberschurken zusammen, die Personifizierung des Bösen. Im Grunde liegt dieser Struktur ein verschwörungstheoretisches Konzept zugrunde, so Wörtches knappe Kritik. Gegen das Böse an sich, gegen "die da oben", lässt sich nichts ausrichten, lautet die Botschaft, wobei, wendet der Rezensent ein, Jordan Harper gegen Ende doch einen Funken Hoffnungen aufblitzen lässt.
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