Hans Keilson, geboren 1909 in Bad Freienwalde, war Arzt und Dichter, Sportlehrer und Musiker. 1933 erschien sein erster Roman "Das Leben geht weiter" bei S. FISCHER. Die Flucht in die Niederlande 1936 rettete ihm das Leben. Nach dem Krieg kümmerte sich Hans Keilson um die Traumata von Kriegswaisen - er, dessen Eltern in Auschwitz ermordet wurden. Eine euphorische Kritik in der "New York Times" machte Hans Keilson 2010 weltberühmt, seine Bücher wurden in über 20 Sprachen übersetzt. Er starb 2011 in den Niederlanden.
Rezensentin Bettina Baltschev hält Jos Versteegens Biografie über den Schriftsteller und Psychoanalytiker Hans Keilson für lesenswert. Das für Keilson Leben und Werk prägende Verhältnis zwischen Bürger und Künstler kann der Autor ebenso gut herausarbeiten wie die unvermeidliche Wendung im Leben Keilsons durch den Nationalsozialismus. Detailreich erzählt der Autor laut Baltschev Keilsons Romane nach und taucht in dessen Liebesleben ein. Mitunter ist das allzu detailverliebt, kritisiert die Rezensentin, doch wichtig findet sie den Band allemal.
Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…