Hans Keilson, geboren 1909 in Bad Freienwalde, war Arzt und Dichter, Sportlehrer und Musiker. 1933 erschien sein erster Roman "Das Leben geht weiter" bei S. FISCHER. Die Flucht in die Niederlande 1936 rettete ihm das Leben. Nach dem Krieg kümmerte sich Hans Keilson um die Traumata von Kriegswaisen - er, dessen Eltern in Auschwitz ermordet wurden. Eine euphorische Kritik in der "New York Times" machte Hans Keilson 2010 weltberühmt, seine Bücher wurden in über 20 Sprachen übersetzt. Er starb 2011 in den Niederlanden.
Rezensentin Bettina Baltschev hält Jos Versteegens Biografie über den Schriftsteller und Psychoanalytiker Hans Keilson für lesenswert. Das für Keilson Leben und Werk prägende Verhältnis zwischen Bürger und Künstler kann der Autor ebenso gut herausarbeiten wie die unvermeidliche Wendung im Leben Keilsons durch den Nationalsozialismus. Detailreich erzählt der Autor laut Baltschev Keilsons Romane nach und taucht in dessen Liebesleben ein. Mitunter ist das allzu detailverliebt, kritisiert die Rezensentin, doch wichtig findet sie den Band allemal.
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