In seinem neuen Buch mit dem programmatischen Titel "wundgewähr" packt José F. A. Oliver, "wort & welt im ohr", seinen "rucksack" aus. Mit "wundgewähr": wahrhaft, unverstellt, sachgemäß. Wo es doch darum geht, auf den poetischen Fährten, die sich in jedem Wort auftun, den kontinuierlichen Widersprüchlichkeiten am Leben nachzuspüren.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.05.2018
Dem hier rezensierenden Lyriker Dirk von Petersdorff geht es oft zu diskursiv und esoterisch zu in den Gedichten von Jose F.A. Oliver. Intertextualität, Widmungen und Zitate treten an die Stelle eines irgendwie dringlichen Weltzugriffs, meint er. Knüpft Oliver an Kling und Jandl an, wird dem Rezensenten der Sinn der Sprachverfremdungen nicht einsichtig. Nur wenn der deutsch- und spanischsprachige Autor lustvoll als zweisprachig auftritt, entsteht ein erfrischendes Durcheinander, meint Petersdorff.
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