Dana Ranga

Cosmos!

Cover: Cosmos!
Matthes und Seitz, Berlin 2020
ISBN 9783957579164
Gebunden, 114 Seiten, 20,00 EUR

Klappentext

" Die Reise ins All / ist eine Reise des Geistes / warum fliegen wir in den Weltraum / wenn nicht um etwas / über uns zu erfahren / und über das, was es mit diesem Universum / auf sich hat? / Über unseren Platz in dieser Ordnung / und darüber, was es bedeutet / ein Mensch zu sein." Mit diesem Zitat des Astronauten Story Musgrave beginnt Dana Ranga ihre poetische Reise zu den Sternen in der Hoffnung, Antwort auf die Fragen zu finden, die Musgrave stellt. In über 80 Gedichten, die in der jahrelangen Auseinandersetzung mit der Raumfahrt und einer Vielzahl von Interviews mit Astronauten und Kosmonauten entstanden sind, geht sie der Frage nach, was Menschen in den Weltraum treibt, was sie dort erleben und was sie vor, während und nach der Reise empfinden. Mit ihrer ungewöhnlichen und packenden poetischen Recherche über die Sehnsüchte und Träume der meist völlig unbekannten Pioniere, die an unserer statt in unbekannte Welten vorstoßen, nimmt sie den Leser selbst mit auf die Reise in den Kosmos.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 18.01.2021

Die Zeichen stehen wieder auf Mondfahrt, bemerkt Rezensent Tobias Lehmkuhl nach Lektüre von zwei neuen Büchern, die der Faszination des Weltalls erliegen. Dana Ranga hat mit "Cosmos!" ein ganz neues Genre geschaffen, staunt Lehmkuhl, nämlich "das Doku-Gedicht". In drei Abteilungen - Vorbereitungen, Aufenthalt im All, Rückkehr - verarbeite Ranga zahllose Interviews mit Astronauten und Kosmonauten und verdichte deren Erkenntnisse in Verse. Auch wenn diese Vorgehensweise für den Rezensenten zunächst etwas einfach anmutet, funktioniert sie am Ende doch recht gut, meint er und zitiert eine Passage des Kosmonauten Yuri Romanenko: "Das Universum ist bodenlos / es übersteigt das menschliche / Fassungsvermögen".

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 14.01.2021

Rezensent Claus Leggewie ist der Meinung, dass die Filmemacherin Dana Ranga in ihren Gedichten über Astronauten und deren Sicht auf die Welt einen wahrhaft kosmologischen Sound findet. Die mit Fotos der Nasa illustrierten Texte, die Ranga laut Rezensent aus O-Tönen der Kosmo- und Astronauten von Susan Helms bis Edgar Mitchell kompiliert, drehen sich um Fragen des Menschseins oder um die Anforderungen an die Piloten, erläutert Leggewie. Für Leggewie ein "schönes" Buch, das nicht zuletzt zum Nachdenken über unsere Rolle als Erdlinge anregt.

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk Kultur, 30.12.2020

Rezensent Nico Bleutge freut sich, mit der Dichterin Dana Ranga lyrisch ins All aufzubrechen. Oder fast, denn die Autorin berichtet in Versen auch immer wieder vom schnöden Alltag des Astronautendaseins, vom Schwindel, Strahlenbelastung und Arbeitspensum, erklärt Bleutge. Was Ranga aus Kosmo- und Astronautenchroniken und Archiven geborgen und verarbeitet hat, wirkt auf den Rezensenten mal dokumentarisch, mal glimmend wie Sternenstaub. Manchmal hätte der Rezensent gern mehr von der kosmonautischen Verschiebung der Wahrnehmungsebene in den Texten gespürt.

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