Als Indiz für die zunehmende Verständigung zwischen der österreichischen Mehrheit und der slowenischen Minderheit im Bundesland Kärnten wertet Rezensent Ralf Leonhard diese Publikation. Aber auch darüber hinaus hat ihn das Buch mit seiner differenzierten Auf- und Ausarbeitung der verschiedenen historischen Positionen und gegenwärtigen Sichtweisen beeindruckt. Behutsam fand der Rezensent vom Herausgeberpaar die vorgegebenen Themen moderiert. Als Ergebnis der Bemühungen dieses Bandes beschreibt der Rezensent die Feststellung, dass die historischen und kulturellen Positionen von Deutschen und Slowenen in Kärnten gar nicht so verschieden seien, weshalb er das Buch auch als deutsch-slowenischen Dialog gegen den rechtsnationalen Landeshauptmann Jörg Haider versteht und begrüßt, der den Konflikt stets politisch zu instrumentalisieren versucht.
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…