Globalisierung und Europäisierung steigern die Bedeutung des Staatsrechts und die Herausforderungen an die Staatsrechtslehre. Das Handbuch des deutschen Staatsrechts widmet sich der Aufgabe, das Recht der Staatengemeinschaft vom Staatsrecht her zu verstehen und in dieser Perspektive einen Beitrag zur Erkenntnis des Völkerrechts und des Europarechts zu leisten.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.05.2013
Das von Josef Isensee und Paul Kirchhof herausgegebene Handbuch des Staatsrechts war für Maximilian Steinbeis stets ein Monument staatszentrierten Verfassungsdenkens. Im nun vorliegenden zehnten Band bleibt das Handbuch sich laut Rezensent zwar in dieser Hinsicht treu. Einige wenige Beiträge, so derjenige der Völkerrechtlerin Angelika Nußberger, scheinen Steinbeis zufolge jedoch zumindest ein Bewusstsein für das Problem unterschiedlicher konstitutioneller Ordnungen zu entwickeln, die der einen staatlichen widersprechen. Dem elften Band, besonders dem angekündigten Beitrag des Völkerrechtlers Armin von Bogdandy, der der These "Ohne Staat kein Recht" laut Steinbeis offen widerspricht, sieht der Rezensent durchaus mit einer gewissen Spannung entgegen.
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