Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.03.2001
Ganz und gar bewegt ist Martin Mosebach von Josef Piepers religionsphilosophischen Schriften. Gerade heutzutage, wo ein materialistischer Atheismus das Denken der Menschen beherrsche, müssen die Schriften Piepers wie die "Luft von einem anderen Planeten" wirken, meint der Rezensent. Er jedenfalls hat sich davon verzaubern lassen. Die Sprache Piepers sei klar, "schlank" und verständlich und zeuge von Intellekt und menschenfreundlicher Lebensart. Besonders die Liebe Piepers zu Thomas von Aquin hat es dem Rezensenten angetan. Eine Leistung, lobt Mosebach, denn schließlich gebe es nicht viele Katholiken, die sich mit dem Denken Aquins auskennen und auseinandersetzen würden. Piepers Schriften seien von so zwingender Deutlichkeit, dass man meine, einem Gespräch mit Sokrates beizuwohnen. Still explosiv bewertet der Rezensent Piepers Gedanken und hofft, dass auch andere sich mehr mit dem Philosophen beschäftigen. Den siebten Band der Werkausgabe jedenfalls hält er für ein Standardwerk, das viele überraschende Anregungen enthält - auch für Leser ohne theologische Vorbildung.
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