Friedrich Heinrich Jacobi

Friedrich Heinrich Jacobi: "Werke". Gesamtausgabe

Band 3: Schriften zum Streit um die göttlichen Dinge und ihre Offenbarung
Cover: Friedrich Heinrich Jacobi: "Werke". Gesamtausgabe
Felix Meiner Verlag, Hamburg 2000
ISBN 9783787313716
Gebunden, 264 Seiten, 67,49 EUR

Klappentext

Herausgegeben von Klaus Hammacher und Walter Jaeschke. Der Streit um die Göttlichen Dinge (1811/12) ist ? nach dem Pantheismus-Streit (1785) und dem Atheismusstreit (1799) ? der dritte große Streit um das Verhältnis von Philosophie und Religion. Während in den beiden erstgenannten Streitsachen das Verhältnis der Philosophie Spinozas bzw. Fichtes zum herkömlichen Theismus zur Debatte stand, wird der Streit um die Göttlichen Dinge um die Bestimmung eines zureichenden Begriffs des Theismus selbst geführt. Ausgelöst hat ihn Jacobi mit seiner im vorliegenden Band edierten Schrift "Von den göttlichen Dingen und ihre Offenbarung" (1811). Hier erhebt er gegen die Identitätsphilosophie Schellings die scharfe Anklage, daß in ihr der Pantheismus im lügenhaften Gewand des Theismus auftrete.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 03.07.2001

In einer ausführlichen Besprechung verortet Martina Bretz den Religionsphilosophen und Jugendfreund Goethes, Friedrich Heinrich Jacobi, im philosophischen Kontext seiner Zeit: als Kritiker Schellings und Kants, dem die Vernunft-Idee zu vernünftig war, um es salopp auszudrücken. Bretz vollbringt das Kunststück, sich seitenlang über die theologisch-philosophischen Implikationen der Schriften Jacobis auszulassen, ohne etwas Anschauliches zu Leben und Wirken Jacobis zu sagen. Im Mittelpunkt des hier rezensierten dritten Bandes der Werkausgabe stehe Jacobis Besprechung von Claudius' "Wandsbeker Boten", teilt Bretz mit. Diese gerate ihm zu einem Rundumschlag über die Religionsphilosophie seiner Zeit. Als besonderen Verdienst des Herausgebers hebt Bretz die vorzügliche Dokumentation von Jacobis sogenanntem Frontalangriff gegen Schelling hervor, der gar nicht so frontal, sondern äußerst subtil vonstatten gegangen sein muss.

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