Aus dem Französischen von Lydia Dimitrow. Iris surft auf den Websites von Ferienresorts, als sie plötzlich eine Mail erhält: "Vergessen Sie alles, was Sie meinen über Ferien zu wissen. Die Insel Ihrer Träume hat Sie längst in ihr Herz geschlossen, Iris." Genau das, was sie braucht: Ehefrau des gestressten Bankiers Paul Jensen und Mutter zweier Kinder, langweilt sie sich am Ufer des Genfersees und sehnt sich nach entspannendem Urlaub. Doch schon bei ihrer Ankunft auf dem Flugplatz bemerkt die Familie Jensen, dass im versprochenen Paradies einiges faul ist ... "One-Way-Ticket ins Paradies" ist Thriller und Sozialsatire zugleich.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 28.08.2020
Mit viel Lob bespricht Ulrich Noller diesen Noir, der zwar kein Krimi (es fehlt der Ermittler), aber doch ein spannender Mix aus Abenteuer-, Familien- und Horrorgeschichte ist, wie er schreibt. Er folgt hier der Bankiersfamilie Jensen auf einem Horrortrip ins Urlaubsparadies, das sich bald als Hölle entpuppt und staunt, wie der Schweizer Autor nebenbei Krimi-Konventionen dekonstruiert. Über die Handlung verrät Noller nicht viel, aber als "Abgesang auf den neoliberalen Luxuswahn" taugt das Buch ebenfalls, meint er.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 03.08.2020
Joseph Incardonas Roman als Krimi, Thriller oder "Policier" zu verkaufen, grenzt für Rezensent Hannes Hintermeier an eine Mogelpackung. In der Geschichte um eine Schweizer Familie, deren Ferienparadies sich als totalitär gemanagte Optimierungshölle erweist, gibt es weder einen Fall noch eine Ermittlung. Ein "Nichtfall" muss gekonnt werden, weiß Hintermeier, Incardona jedoch bietet ihm einen schematischen Plot, stereotype Figuren und eine Action, die das schwache Tragwerk des Romans ziemlich wacklig werden lässt.
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