Die Ausgabe bietet die gesamte Lyrik des Dichters, zeitlich geordnet und in der ursprünglichen Form der Erstdrucke, dazu in allen späteren Fassungen. Sie bezieht auch die Schülergedichte aus Breslau, die Übertragungen aus dem Spanischen, die Versepen und die gemeinsam mit dem Bruder Wilhelm verfassten Gedichte ein. Die Textgestalt folgt der Edition des Deutschen Klassiker Verlags.
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 06.12.2007
Mit der Gesamtausgabe von Joseph von Eichendorffs lyrischem Oeuvre in der Hand erinnert sich Ludwig Harig an seine erste Begegnung mit diesem Werk im Kriegsjahr 1943. Sehr präsent ist ihm die verführerische Kraft der Eichendorffschen Verse, die den Jugendlichen aus der Kriegswirklichkeit in eine imaginierte Welt entführte. Nur scheinbar naiv entfaltet Eichendorff in seinen Gedichten seine ganze "ausgeklügelte Kunstfertigkeit" und bringt buchstäblich alles zum klingen, schwärmt der Rezensent. Während über das Leben des Dichters kaum unmittelbare Selbstauskünfte vorlägen, weil er private Papiere immer vernichtet habe, finde man ihn in seinen Gedichten. Darin erweist er sich als tief gläubiger "Zauberer", der aus allen "Dingen ein Lied" hervorlocke, so Harig entzückt, dem lediglich die Texte, die Eichendorff in patriotischem Grundton in seiner Soldatenzeit schrieb, etwas falsch in den Ohren klingen. Der Rezensent berichtet noch von Begegnungen mit dem Werk Eichendorffs in den 1960er Jahren im Spiegel von Ernst Blochs "Prinzip Hoffnung" und von einer Reise zu Eichendorffs Schloss seiner Kindheit im heutigen Polen und lässt erkennen, dass dessen Lyrik bis heute einen festen Platz in seinem Leben hat.
Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…